Beiträge von MC Gabba

    Vermutlich nicht so richtig. Du kannst mir sicherlich erklären, inwiefern die Anwendung von Intervallschätzung meine Aussage widerlegt.

    Ja, vermutlich nicht so richtig. Einfach erklärt: Wenn das Konfidenzintervall einen Wert (zB die 0) einschließt, unterscheidet sich der Punktschätzer nicht signifikant von diesem Wert. D.h. wir können in dem Beispiel eben nicht sagen, dass ein negativer Bereich erreicht wird. Das ist statistisches Rauschen bzw. Zufallsschwankung. Die Zahlen geben daher nicht die Aussage her, dass die Immunreaktion schlechter wird. Nur, dass sie sich nach langer Zeit nicht mehr von Ungeimpften unterscheidet.


    Zitat

    Das britische Gesundheitsministerium scheint diese aber seltsamerweise zu teilen:

    Quelle: https://assets.publishing.serv…llance-report-week-42.pdf


    Mögliche Erklärung wäre ADE.

    Uff, die Textstellen muss man erstmal alle finden (zähneknirschend wahrscheinlich, weil in den ganzen Artikeln die Impfung immer als so gut beschrieben wird...naja). Wärs nicht einfacher, ein Paper zu präsentieren, bei dem die Autoren tatsächlich das sagen, was du behauptest?

    Diese Beobachtung die da geschildert wird, könnte ja auch darauf zurückgehen, dass erkrankte Geimpfte weniger Antikörper bilden müssen, weil die Krankheit milder ist, oder nicht? Hätte da gerne die Deutung eines Experten dazu.


    "Evidence of ADE has not emerged for COVID-19 vaccines even though concerns have been raised." https://www.chop.edu/centers-p…-enhancement-and-vaccines

    "Although there is no direct evidence that there is ADE in COVID-19, this potential risk is a huge challenge for prevention and vaccine development." https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8438590/


    Die Wissenschaftler (und danach die Medien) werden es schon aufgreifen, wenn ADE bei Covid-Impfung eine Rolle spielen könnte. Auf solche Neuerkenntnisse wird sich geradezu gestürzt, keine Sorge.

    In der Studie, die ich verlinkt habe:

    Grafisch auch durch "Figure 2" dargestellt.

    Dachte ich mir, dass du das meinst. Weißt du, was ein Konfidenzintervall ist und was es aussagt?


    Deshalb sollte man nicht ohne Vorwissen einzelne Befunde cherrypicken, sondern die Interpretation der Autoren lesen ;)


    "Das liegt nur an der Basisrate und weil Ungeimpfte die Geimpften anstecken" :baby:

    Tatsächlich ist es nicht so unwahrscheinlich, dass einzelne ICUs komplett mit Geimpften belegt sind, selbst wenn Ungeimpfte deutlich wahrscheinlicher schwer erkranken. Liegt erstens, richtig, an der Basisrate, zweitens an der großen Anzahl Krankenhäuser und drittens an der recht geringen Patientenanzahl pro ICU. Solange es nicht mehrere ICUs nur mit Geimpften sind ist das alles zu erwarten. Hast aber ja schon bewiesen, dass Mathe nicht so deine Stärke ist. (Mathe lernt man übrigens in bösen staatlich finanzierten Bildungseinrichtungen, die einem ne Gehirnwäsche verpassen und dich zu unfreien Sklaven von Merkel höchstpersönlich macht.)


    Abgesehen davon wissen wir mittlerweile auch: Ja, die Impfung lässt nach, vor allem bei Alten, weshalb die zunehmend schlechter geschützt sind, gleichzeitig aber eben Hochrisikogruppe. Deshalb ja die dringenden Appelle der Experten zur schnellen Booster-Impfung der Alten und Vorerkrankten.


    Aber Glückwunsch zum nächsten Videoschnipsel, das kannst du echt super!


    Zitat
    Zitat Da steht auch, dass der Infektionsschutz im Vergleich zu Ungeimpften mit der Zeit deutlich sinkt.
    Daraus resultiert die Boosterempfehlung. Logische Konsequenz ist die Abhängigkeit von Boostern.

    Hätte gerne noch ne Antwort, wo das genau stehen soll (ohne etwas besonders Kluges zu erwarten).

    Keine Wortklauberei. Wenn ich gesund bin, brauche ich keine Medikamente. Darauf bezieht sich auch die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung für die Impfung.

    So einen Satz sagt auch nur jemand, der nicht an Impfungen allgemein "glaubt" (in Anführungszeichen, weil das nix mit Glauben zu tun hat). Grüße gehen raus an Masern, Pocken, FSME, Polio und Tetanus.


    Zitat

    Da steht auch, dass der Infektionsschutz im Vergleich zu Ungeimpften mit der Zeit deutlich sinkt.

    Daraus resultiert die Boosterempfehlung. Logische Konsequenz ist die Abhängigkeit von Boostern.

    Wo soll das stehen?

    Empfohlen wird ein Booster. Wenn der Impfschutz in der Bevölkerung irgendwann mal gut ist kann man alles aufmachen und die Leute stecken sich nach und nach harmlos an und Covid-19 wird endemisch. That's the plan. Irgendwann steckt sich eh jeder an, die Frage ist nur ob ungeimpft oder geimpft.


    Zitat

    'Misleading' weil sich daraus keine allgemeine Aussage bezüglich der Sicherheit treffen lässt. Für junge Männer, insbesondere Teenager, sieht das schon anders aus.

    Auch für junge Männer (und Frauen nebenbei auch) wird die Impfung empfohlen weil risikoärmer als Covid-19 Infektion.


    Zitat

    Diese Motte-and-Bailey-Taktik für den Wissenschaftsbegriff ist einfach ermüdend; zudem sinnlos, da du hier kein Publikum hast.

    Des Weiteren wurde hier niemandem die Seriosität abgesprochen, sondern die mediale Verzerrung des wissenschaftlichen Diskurs' bemängelt. Da von Dir Einflussnahme politischer, monetärer und/oder ideologischer Interessensgemeinschaften als lächerliche Weltverschwörung abgetan wird, ist eine Diskussion aber ohnehin hinfällig.

    Was für ne Taktik? Hast du das auf Telegram gelesen?
    Dicker alles was du hier teilst sind irgendwelche aus dem Zusammenhang gerissenen Videoschnipsel und fehlinterpretierte Artikel. Keine Einflussnahme der Welt (die es sicher gibt, aber eben nicht auf Weltverschwörungs-Niveau) kann die medizinische Fachwelt und Praxis in aller Herren Länder so beeinflussen, dass sie wider besseren Wissens die Impfung mit so nem Nachdruck empfehlen würden.


    Außer "die sind verschworen und belügen uns alle" lässt sich das halt nur damit erklären, dass sich all diese Menschen mit einschlägiger Expertise und Erfahrung irren, oder eben damit, dass sie einfach Recht haben (oder der Wahrheit eben am nächsten kommen). Gibt nichts Dümmeres, als die Einschätzungen der Experten aus ideologischen Gründen abzulehnen (s. wahlweise auch Klimawandel).

    Grenzdebil. Der Wirksamkeistbegriff bezieht sich auf die RRR und ist von Nebenwirkungen und Notwendigkeit entkoppelt. Darum drehte sich die ganze Diskussion der letzten 80 Seiten.

    Immer diese Wortklauberei. Kein Medikament wird zugelassen ohne Risiko-Nutzen-Abwägung mit dem Ergebnis, dass die Nutzen das Risiko übersteigen.

    Zitat

    https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3949410

    Ob das nur für Covid gilt und wie dramatisch die Folgen sein werden, wird sich dann spätestens in Frühjahr zeigen.

    In dem Paper steht nur, dass der Covid-Impfschutz mit der Zeit nachlässt. Da steht nichts über die "Abwärtsspirale" und dass die Impfung "das Immunsystem schwächt", die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse die Sinnhaftigkeit der Booster-Impfungen stützen.

    Zitat

    Empirisch durch mehrere Studien belegt. Auch wenn die Unterprotokollierung mit zunehmender Schwere der Nebenwirkungen abnimmt, ist die Behauptung alles andere als haltlos.

    https://medium.com/microbial-i…rs-explained-14fe22b2a65f

    Ja gut, leichte Impfnebenwirkungen werden unterprotokolliert, ist jetzt keine Überraschung. Wenn du das gemeint hast, hattest du technisch gesehen wohl Recht. Deine Behauptung bezog sich aber eindeutig auf die ja/-nein-Abwägung zur Impfung, in der kleinere Nebenwirkungen keine Rolle spielen. Der Autor von dem Blog kommt btw auch zu folgendem Schluss: "But the claims that the Covid-19 vaccines are unsafe based on what has been reported to VAERS are simply misleading."


    Wo wir bei der intellektuellen Unehrlichkeit (was soll das überhaupt sein?) wären. Weißt du, was unehrlich ist? Wenn "die Wissenschaft" immer nur so lange verteufelt wird, bis sie vermeintlich einzelne Aspekte der eigenen Behauptungen stützt. Dann werden Artikel, Statistiken, Diagramme, Tabellen hervorgekramt, meistens aus dem Zusammenhang gerissen und ohne Berücksichtigung der Deutung durch die Experten, die für die entsprechende Forschung zuständig sind.

    Wissenschaft nur dann für vertrauenswürdig zu erachten, wenn es einem in den Kram passt, ist maximal unehrlich, heuchlerisch und dumm. Selbiges gilt btw auch für Medienberichte.


    Zitat

    Kann mich dunkel daran erinnern, dass diese Diskussion durch jemanden auf rappers.in losgetreten wurde, der Ungeimpfte pauschal als Hurensöhne bezeichnet hat.

    Ja, ehrlich gesagt fühle ich mich in meiner ursprünglichen Aussage so bestätigt wie nie. Sich aus Angst nicht impfen zu lassen ist das eine, weil man sich Angst nicht aussucht und weil Angst nichts rationales ist. Aktiv Fehlinformationen zu verbreiten ist das andere.


    Zitat

    Auf den den höre ich dann wohl lieber nicht:/

    Ja, danke! Endlich hast du es begriffen! Niemand hier sollte auf irgendjemand hier hören, sondern auf die Experten! Die, denen du ohne Grundlage und ohne eigene Qualifikation ihre Seriösität absprichst, indem du dich stattdessen auf dubiose und fachfremde Quellen und Umdeutungen berufst. Und wenn alles andere nicht funktioniert, wird eben die lächerliche Weltverschwörung ausgepackt, der die Wissenschaft ja angehört. Mit der kann man dann am Ende nämlich alles erklären, was man will.

    Die OR bleibt stabil und sagt: Impfung besser als Nichtimpfung

    Genau daran bemisst sich ja auch die Sinnhaftigkeit jedes medizinischen Medikaments oder Eingriffs. Wenn die Impfung/das Medikament/der Eingriff unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit und Schwere von Nebenwirkungen besser ist als wenn man nichts tut, wird diese Impfung/das Medikament/der Eingriff als wirksam erachtet. Wenn der OR tatsächlich auch in einer Stichprobe ohne Maßnahmen stabil wäre (was nicht unwahrscheinlich ist, wir aber auch nicht genau wissen ohne Daten), würde das den Impfnutzen noch weiter unterstreichen.


    Zitat

    1. Spekulation.

    2. Es macht sogar mehr Sinn, da die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf verschwindend gering ist.

    Die Wahrscheinlichkeit für Infektion plus schweren Verlauf ist folglich marginal.

    3. Das stimmt allerdings, bei neuer Datenlage sollte erst mal beobachtet werden. Wir sehen ja schon, dass die Wirksamkeit mit der Zeit auf unter 0% sinkt


    1. Nicht wirklich. Es ist durch Daten aus zahlreichen Ländern (auch Deutschland) gut belegt, dass Maßnahmen funktionieren und das Infektionsgeschehen eindämmen können.

    2. Falsch; beides muss für die Entscheidung berücksichtigt werden. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Erwartungswert .

    3. Falsch; durch die tagtäglich beobachtete Datenlage wissen wir schon lange, dass die Impfung auch gegen den Wildtyp schützt, insbesondere vor schweren Verläufen. Deshalb wird die Impfung ja auch für (oder gerade wegen) Delta empfohlen.

    Man sollte nicht unterschätzen, wie massiv die Intensivbettenbelegung durch Geimpfte/Ungeimpfte für die Impfung wirbt. Selbst wenn die Belegung 50-50 wäre (ich meine sie ist höher), würde das durch die Ungleichheit der Verteilung Geimpfter-Ungeimpfter massiv für die Impfung sprechen. Siehe bedingte Wahrscheinlichkeiten nach Bayes https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_von_Bayes .


    Zitat

    Dadurch wird eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang gesetzt: Je mehr geimpft wird, desto mehr wird das Immunsystem geschwächt und desto mehr muss der Körper wiederum durch immer stärkere/häufigere Impfungen gesund gehalten werden.

    So wird der Mensch gesundheitlich zunehmend fragiler und abhängiger.

    Hast du ne Quelle für die Behauptung (und bitte nicht wieder ein 10-Sekunden Videoschnipsel)?

    Falls das stimmen sollte (in der Form wage ich das mal zu bezweifeln), scheint es die Experten ja nicht davon abzuhalten, die Impfung zur Wiederherstellung der Normalität zu empfehlen.


    Zitat

    Zum einen werden Impfnebenwirkungen massiv unterprotokolliert.

    Haltlose Behauptung. Impfnebenwirkungen können von allen an öffentliche Stellen gemeldet werden, wo Meldungen gesammelt und Trends erkannt werden. Nur so werden Nebenwirkungen wie Thrombose und Herzmuskelentzündung entdeckt.

    Zitat

    Die Entscheidung sollte also auf Individualbasis erfolgen.

    Richtig. Um die individuelle Entscheidung zu treffen also Ärzte/den Hausarzt fragen und nicht Telegram, Facebook oder rappers.in.

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    Ein Infektionsrisiko von 0,00843, das sich durch Demographie und Lebenswandel nochmal zu meinen Gunsten verringert, bietet für mich hingegen keine Notwendigkeitsgrundlage für eine Impfung.

    Das ist ein Trugschluss aus mehreren Gründen:

    1. Die Daten stammen aus einer Stichprobe unter Maßnahmen. Die Impfung soll die Maßnahmen ersetzen bzw. unnötig machen, d.h. das Infektionsrisiko ohne UND mit Impfung in "freier Wildbahn" ist viel viel höher als in der Stichprobe.

    2. Die Impfung schützt nicht nur vor Ansteckung, sondern (noch besser und entscheidender) auch vor einem schweren Verlauf. Es macht keinen Sinn, die Impfentscheidung nur von der Infektionswahrscheinlichkeit und gar nicht von möglichen Krankheitsfolgen abhängig zu machen.

    3. Die Daten beziehen sich auf den Wildtyp. Den gibt es so gar nicht mehr. Nach allem was wir wissen ist Delta ansteckender, wahrscheinlicher für Impfdurchbrüche und hat ein höheres Risiko für schwere Verläufe.


    Ich finds auch ganz süß, dass ihr euch an einzelnen Impfdurchbrüchen so aufgeilt. Spoiler: Es wird noch viel mehr Impfdurchbrüche geben, auch bei zahlreichen Promis, ganz einfach weil es da eine ganz ordentliche Grundwahrscheinlichkeit dazu gibt, aber auch, weil die Basisrate der Geimpften so gigantisch ist.


    Trotz dieser höheren Wahrscheinlichkeit für Impfdurchbrüche wird die Impfung aber weiterhin empfohlen, weil sie schwere Verläufe verhindert, die deutlich wahrscheinlicher sind als Impfnebenwirkungen. Ich kriege langsam das Gefühl, dass auch Verständnislücken in der Wahrscheinlichkeitsrechnung dazu führen, dass viele sich nicht impfen lassen wollen. Wenn man alle Wahrscheinlichkeiten abwägt ist die Impfung die logische Entscheidung.

    Nein, es ist nicht falsch. Wir alle haben Coronaviren in uns. Es gibt sämtliche "Common Human Coronaviruses"

    https://www.cdc.gov/coronavirus/general-information.html


    Wir alle hatten es schon in der einen oder anderen Form in uns und somit ist es durchaus möglich, dass der Test darauf anschlägt. Es kommt ja auch darauf an wie es im Labor gehandhabt wird, genau darum ging es doch mit Kary. Wenn man möchte, kann man es in Jedem finden.

    Klar, es gibt viele Coronaviren. In der Praxis scheint das aber für die Covid-19-Diagnostik keine Rolle zu spielen, da hier durchaus eine Trennschärfe vorliegt, sauber durchgeführte PCR-Tests können da sehr wohl unterscheiden:

    https://www.mdr.de/ratgeber/ge…ronaviren-falsch-100.html


    Natürlich kann es trotzdem, etwa in sehr seltenen Fällen oder durch schlampige Durchführung, falsch-positive Ausschläge geben (sowohl wenn man auf Kontakt mit Covid-19 testet, als auch in der Entscheidung, ob jemand noch infektiös ist), die gibt es ja auch. Aber das gibt es bei jeder Testung und die PCR scheint hier sehr sehr gut zu sein.


    Zitat

    in Quarantäne musste man, wenn man positiv getestet wurde. Wie man klar und deutlich sehen kann, waren die Überzahl der Menschen nicht infektiös

    Wenn der PCR positiv wird und du noch nicht Covid-19 hattest, musst du natürlich in Quarantäne, egal wie hoch der CT-Wert ist, weil man (noch) nicht weiß, ob du am Anfang der Infektion stehst oder sie schon lange hinter dir hast. Wenn du schon mal Covid hattest wird eh jeder PCR-Test positiv, da guckt man dann aber nur noch auf den CT-Wert.


    Bei der Bestimmung von Grenzwerten gibt es nie 100%ige Genauigkeit. Natürlich kann es sein, dass man im Einzelfall mit einer Ct von 31 noch jemand ansteckt ist oder mit einer Ct von 24 nicht mehr infektiös ist (diese Grenzwerte unterscheiden sich im Übrigen für jeden PCR-Test, weil diese unterschiedlich geeicht und geprüft werden). Um die Verbreitung einzudämmen ist es aber ja trotzdem sinnvoll, da Werte zu bestimmen, im Zweifelsfall lieber konservativ. Lieber jemand geht umsonst 2 Wochen in Quarantäne als dass er 10 weitere ansteckt.

    Und wie gesagt, Genesene mit positiven Tests ohne Infektiösität werden vom RKI nicht als neue Infektionen gemeldet.


    In Bezug auf die Wissenschaft wird oft vergessen, was für ein hartes Pflaster das ist, auf dem hart konkurriert wird. Unsaubere Arbeit wird da gerne mal öffentlich zerrissen. Die PCR-Tests stehen ja auch in Konkurrenz zueinander und werden verfeinert (soweit ich weiß wird zB dieser Test vom CDC nicht mehr angewendet weil es mittlerweile bessere gibt).

    Medien und Wissenschaft sind ganz nebenbei bemerkt auch zwei Paar Schuhe.


    Was die Validität von diesen Tests angeht haben wir außerdem durchaus schon Daten aus dem Feld. Wir sehen ja zB, dass sogar die stark verzerrten Hellfelddaten über die Inzidenz etwas verzögert mit den Krankenhausfällen zusammenhängen. Insofern fungieren selbst die offensichtlich nicht optimalen Hellfelddaten als eine Art Frühwarnsystem, weshalb einige auch sagen, dass man die weiter beachten sollte.


    Zitat

    Noch hierzu: Die OR stellt die Differenz zwischen Wahrscheinlichkeiten dar. Der zweite Satz ist prätentiös, weil die Verzerrung der absoluten Zahlen durch die Maßnahmen vorausgesetzt wird.

    Eine Wirksamkeit von 95% und dass sich Ungeimpfte 18,6 (OR) mal wahrscheinlicher als Geimpfte infizieren, klingt spektakulär.

    Das OR ist eben unabhängig von den absoluten Daten und daher hier sinnvoll. Rein hypothetisch: Unter der (naheliegenden) Annahme, dass zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe die Maßnahmen nicht fundamental anders eingehalten wurden, kann man ja mal mutmaßen, dass sich die Infektionsrate bei strengeren/lockereren/keinen Maßnahmen bei beiden verändern würde. Dann würden sich die absoluten Zahlen massiv verändern und wir hätten ganz andere Wahrscheinlichkeiten pro Stichprobe und eine deutlich andere Differenz, das OR als Kennwert wäre dabei deutlich stabiler als diese Differenz von 0,8 zwischen den Wahrscheinlichkeiten.

    Dir ist schon bewusst, das man in jedem Menschen Coronaviren mittels eines PCR-Tests finden kann, richtig? Somit bedeutet "nicht ansteckend" natürlich falsch-positiv. Du kannst deine Semantics gerne woanders spielen.

    Das ist falsch. Nur, wenn Coronaviren im Körper sind, kann man die finden (theoretisch egal wie viele). Bei jemand, der noch nie Kontakt zu Corona hatte, finden sich auch keine Viren.


    Und in Quarantäne muss man nicht nach Corona-Kontakt sondern wenn man (wahrscheinlich) infektiös ist.


    Siehe hier: gleiche Behauptung von Procol Haram


    Zitat

    Edit: Ist übrigens echt lustig wenn man Google mit DuckDuckGo vergleicht. Die Hits sind komplett unterschiedlich.

    DuckDuckGo tatsächlich sehr zu empfehlen, da Google-Algorithmus die Treffer beeinflusst.

    Ein Achim Schürmann (wer ist das?) ruft in irgendeiner Talkrunde an und sagt irgendwas und ihr alle so :O

    Das ist ein tolles Musterbeispiel für Leichtgläubigkeit, wenn auch nichts anderes.


    Die Studie, die der Herr zitiert, hab ich mir mal angeschaut. Wie der Herr Schürmann auf die 80% falsch-positiv kommt, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Was er wohl meint: 80% der positiv getesteten waren nicht mehr ansteckend. Dann ist der Test aber noch nicht falsch-positiv, sondern die Infektion liegt eben schon länger zurück oder verlief sehr milde.

    Das Thema hatten wir doch neulich erst: Positiver PCR heißt nicht automatisch Quarantäne, sondern das hängt von der Viruslast ab. Wenn ich im Juni positiv war und im September (erwartungsgemäß) immernoch ne positive PCR hab, ohne ansteckend zu sein, werde ich auch nicht nochmal ans RKI gemeldet, weil das ja auf die gleiche Infektion zurückgeht. Wurde auch im Juni schon im NDR-Podcast aufgegriffen (https://www.ndr.de/nachrichten…onavirus328.html#PCR-Test).


    Die Autoren des Papers, das Herr Schürmann zitiert, sagen übrigens auch nicht, dass der PCR-Test Quatsch ist. Sondern nur, dass man daran nicht die gesamte Corona-Politik gekoppelt werden sollte, sondern eben auch an andere Indikatoren, etwa Intensivbettenverfügbarkeit. Wurde ja dann auch diskutiert und teilweise umgesetzt im Übrigen.


    Hier die Studie:

    https://www.datascienceassn.or…in%20the%20population.pdf (ggf. restricted)

    https://www.sciencedirect.com/…63445321002656?via%3Dihub (restricted)

    https://www.uni-due.de/2021-06…ussagekraft-von-pcr-tests (open access)


    Ihr solltet außerdem nicht vergessen, dass dieses Paper auch aus der etablierten Wissenschaft hervorgegangen ist. Da gibts nämlich durchaus neue Erkenntnisse und keine dogmatische Sperrung vor neuen Erkenntnissen. Genau deshalb ist die Wissenschaft ja auch glaubwürdig. Zum Beispiel wissen wir ebenfalls dank der Wissenschaft, dass die Impfung vor Delta nicht so gut schützt wie vor dem Wildtyp oder dass Schnelltests eigentlich nur bei vorliegender Symptomatik anschlagen.

    Aber schon klar, die Wissenschaftler machen nur Werbung für Big Pharma und lügen uns alle an, wenn sie für Erwachsene uneingeschränkt die Impfung empfiehlt.


    Zitat

    von MC Gabba weiß ich, dass der PCR-Test zu über 99,9% fehlerfrei ist und ausschließlich Ungeimpfte das Gesundheitssystem gefährden.

    Weiß nicht, wo du die 99,9% hernimmst. Was ich gesagt habe ist, dass der PCR-Test (unter Beachtung des CT-Wertes) nach wie vor das beste Instrument zum Nachweis von Covid ist und sich dafür auch gut eignet. Lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, es braucht dafür aber eine etwas substantiellere Grundlage als einen 60-sekündigen Vortrag von einem Herr Schürmann.

    Ungeimpfte gefährden das Gesundheitssystem wesentlich mehr als Geimpfte indem sie ein unnötiges Risiko eingehen, aber selbstverständlich gefährden nicht ausschließlich Ungeimpfte das Gesundheitssystem.


    Zitat

    trust the science

    This, but unironically.

    Hat wirklich jemand von 100% Sterilität gesprochen? Interessant. Ich meine, die meisten wären da zurückhaltender gewesen. Aber gut, dass die Aussage dann revidiert wurde. Fehler einzugestehen und dazuzulernen ist ja Teil des wissenschaftlichen Prozesses. (Wenn das so war, bezweifle ich übrigens, dass nur Verschwörungstheoretiker dem widersprochen haben...)


    Außerdem, Überraschung: Wissenschaft ist nie 100% akkurat in der Vorhersage aller Eventualitäten. Und einzelne (oder auch mehrere) Wissenschaftler irren sich auch ab und an! Herzlichen Glückwunsch zu der Erkenntnis des Jahrhunderts.


    Im Umkehrschluss ist dann natürlich alles Unfug was die Wissenschaft sagt und willkürlichen Verschwörungstheorien sollte man auf jeden Fall mehr Glauben schenken als den Leuten, die vom Thema Ahnung haben und sich täglich auf hohem Niveau damit auseinandersetzen.

    Je geringer das Infektionsrisiko, desto weniger spielen Krankheitsverlauf und besonders Infektiosität (da letztere logischerweise positiv korreliert) eine Rolle.

    Genau das ist der Punkt.


    Statistiker sind Experten für Zahlenauswertung.

    Ja, natürlich hängen die 3 Sachen zusammen. Eine Studie in einer Stichprobe ohne Maßnahmen sähe dementsprechend anders aus. (In Bezug auf das Virus wissen wir aber ja, dass es hochinfektiös und durchaus gefährlich ist, besonders für ältere und vorerkrankte Menschen.)


    Als jemand, der mit Statistik sein Geld verdient kann ich dir versichern, dass die Interpretation von Zahlen/Statistiken nicht ohne Hintergrundwissen erfolgen sollte. Dafür gibt es dann Fachexperten, die die Zahlen deuten können.


    Übrigens: Die Berechnung von Odds Ratios ist durchaus üblich zum Abgleich von Wahrscheinlichkeiten (wie hier bei den Impfwirksamkeitsstudien) und ist durchaus aussagekräftiger als die Differenz zwischen Wahrscheinlichkeiten. Erst recht bei einer durch die Maßnahmen verzerrten Datenlage, die die absoluten Zahlen beeinträchtigt.

    Die Impfwirksamkeit für Corona-Impfstoffe errechnet sich so, wie die Wirksamkeit von Medikamenten nun mal berechnet wird. Sie zeigt, dass sich deutlich weniger Geimpfte infizieren als Ungeimpfte, und zwar um einen Faktor, der sich im Vergleich zu anderen bewährten Impfungen nicht verstecken muss.


    Wie die Zahlen aussehen würden, wenn es keine Maßnahmen gäbe, kann man nicht wissen, nur vermuten. Ich würde vermuten, dass es ein ähnliches Verhältnis gäbe, nur mit deutlich größeren absoluten Zahlen, außer die Kontroll- und Experimentalgruppe hätten sich irgendwie grundsätzlich in ihrer Regelbeachtung unterschieden.


    Nebenbei bemerkt ist hier alleine das Infektionsrisiko Thema, die Schwere des Krankheitsverlaufs wirkt sich daneben aber ja auch massiv auf den Nutzen der Impfung aus, ebenso wie die Infektiösität nach eigener Ansteckung.


    Warum man die Wirksamkeit von Impfungen so testet/berechnet wird und nicht anders, weiß ich nicht, weil ich kein Experte auf dem Gebiet der medizinischen Zulassungsstudien bin. Warum die Einschätzung eines Fachfremden als valider betrachtet werden sollte als die der medizinischen Fachwelt und damit denen, die damit tatsächlich forschen, musst du mir erklären. (Am besten bitte ohne Weltverschwörungsmurks wenn's geht, danke).

    Der Lappen impft sich nur aus Eigennutz, damit er sich den ganzen Terror und das drumherum spart und ganz bestimmt nicht aus Solidarität.

    Wer weiß das schon? In jedem Fall ne gute Entscheidung von ihm. Immer respektabel, wenn jemand bereit ist, seine Einstellungen zu hinterfragen.