• Klaus hat vor, sich mit dem Tod zu verbrüdern, er is seit
    Jahren pleite, doch hat immer noch für drogen was über
    er hat verloren, doch klüger ist er nie geworden
    der siebte morgen ohne schlaf... ihm fällt es schwer,
    perspektiven zu entwickeln, weil seine standpunkte weltfremd,
    seine ansichten finster und seine handlungen blind,
    jeder augenblick schmerzhaft, alles hoffnungslos scheint
    er zieht weiter und so ziehn die wochen vorbei
    die gesellschaft entwickelt sich, sein 3210
    ist als symbolisches opus seiner einstellung zu sehn
    er wünscht sich, der welt wie ein autist zu begegnen, denn
    einen fick hat er schon ewig auf nichts mehr gegeben
    langsam verbittert klaus und langsam lernt er dazu
    gibt einen fick auf alles mögliche, verlernt seinen mut
    seine taten zu rechtfertigen, er stumpft schließlich ab
    und zählt jetzt 18600 Stunden im Knast

  • er wünscht sich, der welt wie ein autist zu begegnen, denn
    einen fick hat er schon ewig auf nichts mehr gegeben


    top.


    das ende kommt mir bisschen zu abrupt, vl hätt da ein zweiter part gut getan.
    aber schönes ding geworden :thumbup:

  • "perspektiven zu entwickeln, weil seine standpunkte weltfremd,
    seine ansichten finster und seine handlungen blind,"


    Hier hätte ich einfach mal n "sind" hinten rangehangen. wenn ich's so weiter lese, geh ich immer noch vom anfang aus; das liest sich dann letztlich "und seine handlungen blind scheint" und das ist asbach


    "die gesellschaft entwickelt sich, sein 3210
    ist als symbolisches opus seiner einstellung zu sehn"


    die find ich cool


    allgemein sehr schöner lesefluss und es baut sich alles schön auf. ende zieht's dann halt runter:


    a) es kommt wie angesprochen zu plötzlich
    b) 18.600 stunden find ich mega uncool. hat sowas von "ich bin dreihundertachtzigtausendfünferhundertzweiunsiebzig mal besser als du" -> ist kinderkram. lieber die zeit unbestimmt lassen oder es halt so formulieren, dass die zahl einen nicht so beeindrucken soll. wen interessiert schon, wie viele stunden er jetzt sitzen muss? hilft der aussage des textes nicht weiter und zieht nur deinen guten stil runter
    c) knast finde ich allgemein etwas stumpf als abgang. du hast teilweise sehr schöne wortwahl im text, warum dann nicht knast paraphrasieren? davon ab hat die story des verdrogten einzelgängers, dem alles egal ist, auf die schiefe bahn gerät und letztlich im knast landet den pathos eines bushidotracks aus 2006. als ende muss es entweder besser aufgebaut werden, mehr nähe zum leser kriegen und nicht so ein "und die moral von der geschicht"-flair zu kriegen, oder du machst was anderes


    so oder so stimme ich zu, dass der part größtenteils sehr cool ist :thumbup: aber ein zweiter part ist hier mmn bitter nötig, wenn du es abgeschlossen mit dem gefängnis beenden willst

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