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  • Zitat von Retzglaran


    Jedenfalls bleibt die Rechtschreibung aber immer "nur" der orthografische Rahmen um Gesprochenes formal korrekt (standardisiert) aufzuschreiben mit dem Ziel, dass der Leser das so liest, wie man es meint.

    Falsch. Darüber herrscht noch immer keine wirkliche Klarheit. Gängig ist eher die Annahme, dass Wörter im mentalen Lexikon eben doch in geschriebener Form gespeichert sind (sobald man mit Schrift vertraut ist, davor halt Bilder und Konzepte). Die Frage ist dann eher, ob es sowas wie ein Basislexikon für alle Ausführungen eines jeden Wortes gibt oder ob alles miteinander verknüpft ist. Aber was du hier behauptest würde eine ganze Disziplin der Sprachwissenschaft für redundant erklären, nämlich die Phonologie..



    Zitat von Retzglaran


    Also die Rechtschreibung hat mit der Fähigkeit der Kommunikation erstmal nix zu tun

    Falsch, die Rechtschreibung hat sehr wohl damit zu tun wegen der von mir oben aufgeführten Punkte.


    Zitat


    Immerhin hat man immer erst Sprache und dann die Schrift.


    Hast du dich eine Sekunde mit Sprachwissenschaft befasst? Du gibst eine Menge Halbwahrheiten wieder. "Schrift" ist für dich wahrscheinlich buchstäblich die Schrift, die du auf's Papier bringst. Es soll aber auch sowas wie ein mentales Lexikon geben, wie oben erwähnt. Und da spielt es durchaus eine Rolle, wie geistig fit jemand ist um sich in den vorgegebenen Konventionen zurecht zu finden. Auch im Bezug auf Fälle, Passiv vs Aktiv, Patient vs Agens usw.


    Dass das nicht das Maß aller Dinge ist, ist ja wohl klar. Im Übrigen heißt Korrelation nicht automatisch Kausalität. Zumal ich aber bisher keinen klugen Kopf getroffen habe, der wie Icebergslim schreibt.


    Zitat


    Naja das heisst es eben doch, denn alleine für die Bewertung von Intelligenz, müsste der Proband Fragen und Antworten auf Sachverhalte formulieren die zum Kontext gehören.

    Nö, heißt es nicht. Es gibt 1000 verschiedene Verfahren um sowas festzustellen, beispielsweise Gehirnregionen untersuchen. Wirklich naiv wenn du sowas denkst.

    Rap-Hypnose du Hundesohn, Zauberei, nenn' mich Merlin

    2 Mal editiert, zuletzt von Ouzo ()

  • Zitat

    Falsch. Darüber herrscht noch immer keine wirkliche Klarheit. Gängig ist eher die Annahme, dass Wörter im mentalen Lexikon eben doch in geschriebener Form gespeichert sind (sobald man mit Schrift vertraut ist, davor halt Bilder und Konzepte). Die Frage ist dann eher, ob es sowas wie ein Basislexikon für alle Ausführungen eines jeden Wortes gibt oder ob alles miteinander verknüpft ist. Aber was du hier behauptest würde eine ganze Disziplin der Sprachwissenschaft für redundant erklären, nämlich die Phonologie..

    Zitat

    Falsch, die Rechtschreibung hat sehr wohl damit zu tun wegen der von mir oben aufgeführten Punkte.

    Ich habe gesagt dass Sprache (immer) vor der/einer Schrift existiert und die Rechtschreibung die Formalisierung der Schrift und seine einzelnen Wörter betrifft. Und Phonetik hat mit Rechtschreibung rein gar nix zu tun. Ich kann mich wunderbar unterhalten ohne den blassesten Schimmer davon zu haben wie eines der Wörter geschrieben wird (sonst würde ein Kind wohl auch nicht sprechen lernen können, oder?).

    Und ich muss auch die formalen Regeln der Grammatik nicht kennen um einen Satz zu formulieren.


    Ich meine, du verwechselst Rechtschreibung mit Grammatik.


    Zitat

    Hast du dich eine Sekunde mit Sprachwissenschaft befasst?

    Och ja - ein Kleines bisschen ;)



    Zitat

    Du gibst eine Menge Halbwahrheiten wieder. "Schrift" ist für dich wahrscheinlich buchstäblich die Schrift, die du auf's Papier bringst. Es soll aber auch sowas wie ein mentales Lexikon geben, wie oben erwähnt. Und da spielt es durchaus eine Rolle, wie geistig fit jemand ist um sich in den vorgegebenen Konventionen zurecht zu finden.


    Ja sorry, aber mit Schrift meinte ich tatsächlich Schrift :D

    Es ist mir klar dass das Gehirn seine Tricks zur Organisation von Informationen hat. Tatsache bleibt aber dass es erst die (Fähigkeit zur) Sprache

    Intelligenz entfalten kann und falls du mit dem Standardeinspruch kommst - ich beziehe da auch Mathematik als Sprache mit ein. Und (prinzipiell) gilt die Aussage dass je ausgeprägter dein Sprachvermögen ist, desto "freier"(komplexer) können deine Gedanken sein. Diese Erkenntnis zieht sich von Gilgamesh über Babel bis zu "1984" und es gibt Tonnenweise Literatur dazwischen (das Thema "kulturelles meme" dürfte dich interessieren).


    Sprache (allein) erzeugt das Abbild der äußeren Welt (egal ob "Bildersprache", Spanisch oder Hebräisch) und wir können das reflektieren weil es auch andere gibt mit denen man sich darüber auseinandersetzen kann und dank der Grammatik ist die Struktur der Sprache beschrieben.

    Ohne Sprache kommt man nicht weit über das blanke Gefühl oder den Trieb hinaus. Und, wie gesagt, trägt sie maßgeblich dazu bei, das Weltbild zu formen. Und weil sich die Welt und die Bedingen permanent ändern, ändert sich auch Sprache - zb Redewendungen, oder politisch/geschichtlich motivierte sinn-hafte Neubelegung von Wörter wie zb "Verantwortung").



    Zitat

    Auch im Bezug auf Fälle, Passiv vs Aktiv, Patient vs Agens usw.

    Du verwechselst ganz eindeutig Rechtschreibung mit Grammatik. :)

  • Zitat

    Nö, heißt es nicht. Es gibt 1000 verschiedene Verfahren um sowas festzustellen, beispielsweise Gehirnregionen untersuchen. Wirklich naiv wenn du sowas denkst.


    Lol. Also Synapsenfeuer an Stelle XY bedeutet Intelligenz?

    Und das behauptest du, obwohl kein Mensch in der Lage ist einen komplexen Gedanken anhand irgendwelcher Bildgebender Verfahren festzulegen?

    Wir haben noch nicht Ansatzweise einen Plan wie Sprache und ein Gedanke überhaupt mit irgendwas messbarem korrelieren und wenn man die elektrischen Prozesse im Nervengewebe aus quantenmechanischer Perspektive deutet, so ist das Thema ohnenhin gegessen.


    Kauf dir mal ne GEO statt Galileo Magazin ;)

  • Ich meine, du verwechselst Rechtschreibung mit Grammatik.

    Nein. Aber dass du das denkst, zeigt halt wie es um deine Fachkunde steht. Auf den Rest gehe ich nicht ein, weil zu viel Blödsinn und ich bin grad high (lies mal richtig was ich überhaupt schreib)

    Rap-Hypnose du Hundesohn, Zauberei, nenn' mich Merlin

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  • Ich habe schätzungsweise noch nie eine uninteressantere Diskussion verfolgt

    Inhaltlich auf ähnlichem Level, aber unterhaltsamer


  • Die Korrelation zwischen IQ und Rechtschreibung liegt mit ~.5 tatsächlich sogar im hohen Bereich, was aber natürlich auch heißt, dass es Menschen mit hohem IQ und vergleichsweise schlechter Rechtschreibung gibt und vice versa. Aber das nur am Rande.

  • Ouzo


    Zitat

    Nein. Aber dass du das denkst, zeigt halt wie es um deine Fachkunde steht. Auf den Rest gehe ich nicht ein, weil zu viel Blödsinn und ich bin grad high (lies mal richtig was ich überhaupt schreib)


    Im ernst - dann erklär mal, denn ich sehe den Punkt wirklich nicht.

  • Die Korrelation zwischen IQ und Rechtschreibung liegt mit ~.5 tatsächlich sogar im hohen Bereich, was aber natürlich auch heißt, dass es Menschen mit hohem IQ und vergleichsweise schlechter Rechtschreibung gibt und vice versa. Aber das nur am Rande.

    Hast du da ne Quelle für?

  • Interessanterweise hat ein hoher Vertreter der Hisbollah schon 2016 Israel damit gedroht, im Hafen von Haifa gelagertes Ammoniumnitrat hochzujagen.


    Sie wussten also über das zerstörerische Potential gut Bescheid.


    Quelle:

  • Zitat

    Hast du da ne Quelle für?

    Gähn. In Bildungsfernen sozialen Schichten ist und war Lesen einfach nicht angesagt und die Einstellung zur Bildung im allgemeinen ist mitunter beklagenswert (in manchen Kreisen in den 80ern war es völlig OK, sogar witzig, blöd zu sein..naja und diese Leute haben sich dummerweise auch vermehrt..)

    Im Schnitt sind diese Schüler halt schlechter in der Schule und besuchen auch vermehrt die schlechteren Schulformen. Rechne da den ganzen demographischen Popanz mit rein und du siehst dass es schon mal 1. keine exklusive Korrelation ist und zweitens ist damit nicht ausgesagt, dass es eine direkten Einfluss gibt.


    Man kann also vielmehr sagen: Kinder, die ohnehin nicht so helle sind (weil dumme Eltern, schlechter Start, zuwenig Geld, keine Förderung, usw..), sind schlecht in der Schule und auch in Rechtschreibung.


    Und auch hier: Für die Kinder ist die Kenntnis der Sprache/Sprachverständnis (in der unterrichtet wird) der Masterkey zur Bildung. Blöd nur, wenn schon die Eltern solch einfachen Sätze nicht schnallen.

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